Der richtige Gebrauch von Gottes Gesetz

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Stufe 3 – Lektion 8

von Don Krow

Eines Tages unterhielten sich Joe und ich mit Bill und Steve. Die Frage kam auf: „Wie kann es nur sein, dass Menschen von Gott zur Rechenschaft gezogen werden, die noch nie von Gott oder von Jesus Christus gehört haben?“ Ich antwortete: „Bill, nehmen wir einmal an, du würdest Steve zu Hause besuchen, aber er wäre nicht da und seine Frau wäre allein. Wenn du eine ehebrecherische Beziehung mit ihr eingehen würdest, würdest du dich schuldig fühlen, der Frau deines Freundes etwas Böses getan zu haben? Selbst wenn du noch nie von den Zehn Geboten gehört oder die Bibel gelesen hättest? Woher kommt dieses Empfinden von Schuld und Verantwortlichkeit?“

Weißt du, Gott hat jedem durch das Gesetz und durch das Gewissen die Fähigkeit verliehen, das Rechte zu empfinden und sich für Unrecht schuldig zu fühlen. Das Gesetz und das Gewissen sind eigenständig richtende Funktionen, die jemanden gemäß seinem Verhalten entweder anklagen oder entschuldigen (Röm. 2,14-15).

Bill hatte mir bis dahin gesagt, was für ein guter Kerl er war. Er sah kein wirkliches Bedürfnis nach einem Erretter. Ich schlug 2. Mose 20 auf und begann, die Zehn Gebote zu lesen: „Bill, stand Gott in deinem Leben immer an erster Stelle und hast du Ihn immer mehr geliebt als alles andere in der Welt? Wenn nicht, dann hast du das erste Gebot gebrochen (2. Mose 20,3). Hast du jemals etwas höher gestellt als Gott? Wenn ja, dann hast du das zweite Gebot gebrochen (2. Mose. 20,4). Hast du jemals den Namen Gottes beim Fluchen ausgesprochen? Dann bist du schuldig, das dritte Gebot gebrochen zu haben (2. Mose 20,7). Hast du immer einen Tag freigenommen, um Gott zu ehren und anzubeten? Wenn nicht, dann hast du das vierte Gebot übertreten (2. Mose 20,8). Hast du stets in deiner Jugend Vater und Mutter geehrt? Wenn nicht, dann hast du das fünfte Gebot gebrochen (2. Mose 20,12). Bist du jemals über jemanden extrem zornig geworden? Falls ja, dann hast du das sechste Gebot übertreten (vgl. 2. Mose 20,13 mit Mt. 5,21-22). Hast du jemals eine Frau in Gedanken ausgezogen usw.? Dann hast du gegen das siebte Gebot verstoßen (vgl. 2. Mose 20,14 mit Mt. 5,27-28). Hast du jemals etwas ,mitgehen lassen’, was dir nicht gehört hat? Dann hast du das achte Gebot gebrochen (2. Mose 20,15). Hast du immer die Wahrheit gesagt? Falls nicht, dann hast du das neunte Gebot übertreten (2. Mose 20,16). Hat dich jemals danach verlangt, etwas zu haben, was jemand anders gehörte? Wenn ja, dann hast du das zehnte Gebot gebrochen (2. Mose 20,17). Siehst du jetzt, warum Jesus gesagt hat, er sei gekommen, um Sünder zu retten?” (Mk. 2,16-17).

Das Problem dabei, wenn wir denken, dass wir gut genug sind oder wenn wir versuchen, gut genug zu sein, um in den Himmel zu kommen, ist die Tatsache, dass wir alle gegen die zehn Gebote verstoßen haben. Jak. 2,10 weist uns darauf hin, dass, wer immer das ganze Gesetz hält, jedoch gegen ein Gebot verstößt, SCHULDIG ist, das ganze Gesetz gebrochen zu haben. Das Gesetz war nie dazu gedacht, dich gerecht zu machen, sondern es sollte deine Sünde aufdecken (Röm. 3,19-20).

Wir alle brauchen einen Retter! Das Wort „Retter” meint jemanden, der dich von der Strafe für deine Sünde retten kann. Jesus rettet die Verlorenen, sodass sie ewiges Leben haben können (Mt. 1,21).

Um gut genug zu sein, um in den Himmel zu kommen, brauchen wir eine Gerechtigkeit, die derjenigen von Gott entspricht (vgl. 2. Kor. 5,21). Die gute Botschaft des Evangeliums ist, dass Jesus nicht nur unsere Sünden vergibt, sondern dass Er uns auch Seine eigene Gerechtigkeit als Geschenk anbietet (Röm. 5,17: „Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.”).

Jüngerschaftsfragen

  1. Lies Mk. 2,16-17. Jesus kam, um wen zu retten?
  2. Lies Röm. 2,1. Wenn wir andere richten, was machen wir dann mit uns selbst? __________________ Warum?
  3. Lies Jak. 2,10. Welchen größeren Vergehens machen wir uns schuldig, wenn wir den Großteil des Gesetzes Gottes halten, aber in wenigen Bereichen versagen?
  4. Lies Gal. 3,10. Wieviel vom Gesetz müssten wir halten, wenn wir durch das Einhalten des Gesetzes Gottes gerecht sein wollten? ___________ Und wie lange müssten wir diese Gebote halten? ______ Erkennst du, warum wir nicht dadurch gerettet werden können, dass wir versuchen, gut genug zu sein?
  5. Lies Gal. 2,16. Rechtfertigung ist die Gabe der Gerechtigkeit, die Gott bereitstellt und die jemanden in die richtige Stellung und Beziehung zu Gott versetzt. Die Rechtfertigung des Sünders wird durch den Glauben an Jesus Christus angeboten und wurde ein für allemal durch Seinen Tod und Seine Auferstehung erwirkt (1. Kor. 15,3-4 und Röm. 4,25). Wodurch wird man nicht gerechtfertigt? Wie wird man gerettet? ____________ Wie viele werden durch das Gesetz gerechtfertigt?
  6. Lies Röm. 6,14. Als ein Christ bist du: A. unter dem Gesetz. B. unter Gnade.
  7. Lies Hes. 18,20. Was wäre die Strafe für deine Sünden, wenn du noch unter dem Gesetz wärest?
  8. Lies Röm. 4,6-8. Dreierlei tut Gott mit deinen Sünden, nämlich
  9. Lies Röm. 5,1. Welches Vorrecht genießen wir nun, da wir gerechtfertigt sind?
  10. Lies Röm. 5,9. Wovon wurden wir gerettet, da wir nun durch das Blut Jesu gerettet worden sind?
  11. Lies Röm. 10,4. Christus beendete das Gesetz als Mittel, vor Gott ____________ zu erlangen.
  12. Lies 1. Kor. 1,30. Gott machte Jesus Christus zu unserer _________, _________, __________, und
  13. Lies Phil. 3,9. Wenn du dich unter das Gesetz des Mose begibst, versuchst du, deine eigene ______________ zu erlangen.
  14. Lies 1. Kor. 11,1. Als Christen leben wir unter dem Gesetz Christi. Das Gesetz Christi besteht nicht darin, einige Regeln zu befolgen, sondern darin, in einer Beziehung zu einer Person zu leben. Diese Person ist
  15. Lies Röm. 8,3. Das Gesetz konnte uns niemals erretten, nicht weil es falsch gewesen wäre, sondern wir konnten es nicht halten wegen der Schwachheit unseres

Bibelstellen zu den Fragen

Mk. 2,16-17 – „[16] Und als die Schriftgelehrten der Pharisäer ihn mit den Sündern und Zöllnern essen sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Mit den Zöllnern und Sündern isst er? [17] Und Jesus hörte es und spricht zu ihnen: Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.”

Röm. 2,1 – „Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, jeder, der da richtet; denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe.”

Jak. 2,10 – „Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller (Gebote) schuldig geworden.”

Gal. 3,10 – „Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!”

Gal. 2,16 – „… aber (da) wir wissen, dass der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Christus Jesus, haben wir auch an Christus Jesus geglaubt, damit wir aus Glauben an Christus gerechtfertigt werden und nicht aus Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch gerechtfertigt wird.”

Röm. 6,14 – „Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.”

Hes. 18,20 – „Die Seele, die sündigt, sie soll sterben. Ein Sohn soll nicht an der Schuld des Vaters (mit)tragen, und ein Vater soll nicht an der Schuld des Sohnes (mit)tragen. Die Gerechtigkeit des Gerechten soll auf ihm sein, und die Gottlosigkeit des Gottlosen soll auf ihm sein.”

Röm. 4,6-8 – „[6] … wie auch David die Seligpreisung des Menschen ausspricht, dem Gott Gerechtigkeit ohne Werke zurechnet:[7] Glückselig die, deren Gesetzlosigkeiten vergeben und deren Sünden bedeckt sind! [8] Glückselig der Mann, dem der Herr Sünde nicht zurechnet!”

Röm. 5,1 – „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus,”

Röm. 5,9 – „Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn vom Zorn gerettet werden.”

Röm. 10,4 – „Denn das Endziel des Gesetzes ist Christus, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit.”

1. Kor. 1,30 – „Aus ihm aber (kommt es, dass) ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung;”

    Phil. 3,9 – „… und in ihm gefunden werde – indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens -,”

    1. Kor. 11,1 – „Seid meine Nachahmer, wie auch ich Christi (Nachahmer bin)!”

      Röm. 8,3 – „Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, (tat) Gott, indem er seinen eigenen Sohn in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und für die Sünde sandte und die Sünde im Fleisch verurteilte.”

      Antwortschlüssel

      1. Lies Mk. 2,16-17. Jesus kam, um wen zu retten? Sünder.
      2. Lies Röm. 2,1. Wenn wir andere richten, was machen wir dann mit uns selbst? Wir richten uns selbst, d.h. wir fällen ein Urteil über uns. Warum? Weil wir, obwohl wir die anderen verurteilen, dasselbe tun, was sie tun.
      3. Lies Jak. 2,10. Wessen machen wir uns schuldig, wenn wir den Großteil des Gesetzes Gottes halten, aber in wenigen Bereichen versagen? Wir sind aller Gebote schuldig geworden.
      4. Lies Gal. 3,10. Wieviel vom Gesetz müssten wir halten, wenn wir durch das Einhalten des Gesetzes Gottes gerecht sein wollten? Alles. Und wie lange müssten wir diese Gebote halten? Unser ganzes Leben lang, ununterbrochen. Erkennst du, warum wir nicht dadurch gerettet werden können, dass wir versuchen, gut genug zu sein? Ja.
      5. Lies Gal. 2,16. Rechtfertigung ist die Gabe der Gerechtigkeit, die Gott bereitstellt und die jemanden in die richtige Stellung und Beziehung zu Gott versetzt. Die Rechtfertigung des Sünders wird durch den Glauben an Jesus Christus angeboten und wurde ein für allemal durch Seinen Tod und Seine Auferstehung erwirkt (1. Kor. 15,3-4 und Röm. 4,25). Wodurch wird man nicht gerechtfertigt? Durch seine eigenen Werke (das sind Gesetzeswerke). Wie wird man gerettet? Durch Glauben an (Vertrauen auf) Jesus Christus. Wie viele werden durch das Gesetz gerechtfertigt? Kein Fleisch, d.h. niemand.
      6. Lies Röm. 6,14. Als ein Christ bist du: B. unter Gnade.
      7. Lies Hes. 18,20. Was wäre die Strafe für deine Sünden, wenn du noch unter dem Gesetz wärest? Der Tod.
      8. Lies Röm. 4,6-8. Dreierlei tut Gott mit deinen Sünden, nämlich sie vergeben, sie bedecken und sie dir nicht zurechnen.
      9. Lies Röm. 5,1. Welches Vorrecht genießen wir nun, da wir gerechtfertigt sind? Frieden mit Gott (Er ist nicht zornig auf uns).
      10. Lies Röm. 5,9. Wovon wurden wir gerettet, da wir nun durch das Blut Jesu gerechtfertigt worden sind? Vom Zorn Gottes (vom Strafgericht und der Verurteilung unserer Sünden).
      11. Lies Röm. 10,4. Christus beendete das Gesetz als Mittel, vor Gott Gerechtigkeit zu erlangen.
      12. Lies 1. Kor. 1,30. Gott machte Jesus Christus zu unserer Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung.
      13. Lies Phil. 3,9. Wenn du dich unter das Gesetz des Mose begibst, versuchst du, deine eigene Gerechtigkeit zu erlangen.
      14. Lies 1. Kor. 11,1. Als Christen leben wir unter dem Gesetz Christi. Das Gesetz Christi besteht nicht darin, einige Regeln zu befolgen, sondern darin, in einer Beziehung zu einer Person zu leben. Diese Person ist Christus.
      15. Lies Röm. 8,3. Das Gesetz konnte uns niemals erretten, nicht weil es falsch gewesen wäre, sondern wir konnten es nicht halten wegen der Schwachheit unseres Fleisches.

      Jüngerschaftskurs -> Der richtige Gebrauch von Gottes Gesetz

      © 2008 Andrew Wommack und Don W. Krow