Die Vorzüge des Zungenredens

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Stufe 1 – Lektion 16

von Andrew Wommack

Etwas, das sich ereignete, als es zum ersten Mal zur Taufe mit dem Heiligen Geist kam, war, dass alle Anwesenden in Zungen redeten. In Apg. 2,4 lesen wir, dass sie am Pfingsttag mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden und mit anderen Sprachen redeten, wie der Heilige Geist ihnen auszusprechen gab. Im gesamten Buch der Apostelgeschichte gab es eine Manifestation der Gegenwart Gottes, wenn Menschen den Heiligen Geist empfingen.

Natürlich gibt es durch das Empfangen des Heiligen Geistes noch viel mehr als das Sprechen in Zungen (bzw. Sprachen), doch ist dieses eine der wichtigen Manifestationen. In 1. Kor. 14,13-14 heißt es: „Darum, wer in einer Sprache redet, bete, dass er (es auch) auslege! Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer.” Wenn du in Zungen betest, dann betet dein Geist. Und wenn du in Zungen betest, dann bete, dass du es auslegen kannst, sodass dein Verstand fruchtbar wird.

Ich kann persönlich bezeugen, dass sich mein Leben dramatisch veränderte, als ich die Taufe mit dem Heiligen Geist empfing und anfing, in Zungen zu sprechen. Ich glaube, dass Christus in mich hineinkam und alles in mich hineinlegte, als ich wiedergeboren wurde, aber als der Heilige Geist auf mich kam, fing all das an, sich für mich und andere Menschen zu manifestieren. Es geschah eine ganze Reihe von Dingen. Das erste Jahr, als ich in Zungen betete, sagte mir mein Verstand, dass das verrückt sei und dass alles, was ich tat, Zeitverschwendung sei. Ich benötigte Glauben, um in Zungen zu reden, und aus diesem Grund heißt es in Judas 1,20 auch, dass du dich auf deinem heiligsten Glauben erbaust. Das nimmt dich heraus aus dem natürlichen Denken und Abwägen und versetzt dich in den übernatürlichen Bereich des Glaubens.

Außerdem erlebte ich, wenn ich in Zungen betete, dass mir Menschen, an die ich jahrelang nicht mehr gedacht hatte, in Erinnerung kamen. Ich fing an, für sie zu beten und innerhalb von ein, zwei Tagen meldeten sie sich bei mir und ich fand heraus, dass etwas Wundersames geschehen war. Das ereignete sich so oft, dass ich einen Zusammenhang erkennen konnte und merkte, dass, wenn ich in Zungen betete, ich mit einer Weisheit betete, die meine gedanklichen Fähigkeiten bei weitem übertraf. Mein Geist, der alle Dinge wusste und den Sinn Christi hatte, betete für Menschen auf eine Art und Weise, wie ich es niemals mit meinem eigenen natürlichen Verstehen hätte tun können.

Eines Tages betete ich in Zungen – und wie ich schon sagte, verlangte es mir Glauben ab, in Zungen zu beten – und ich kämpfte mit Gedanken wie: Du könntest auf Englisch beten und etwas Vernünftiges tun, anstatt dieses Blabla von dir zu geben. Ich musste diese Gedanken niederringen und betete einfach weiter. Da klopfte ein Mann, den ich seit vier Jahren nicht mehr gesehen und an den ich während meiner Gebetszeit gedacht hatte, an meine Tür. Ich ließ ihn rein; er sagte weder Hallo noch etwas anderes, setzte sich hin und fing an, zu weinen und sein Herz auszuschütten, weil er eine ganze Menge Probleme hatte. Ich saß da und dachte mir: Junge, ich hätte doch besser vorhin auf Englisch beten sollen. Doch mein nächster Gedanke war: Wie hätte ich denn wissen können, dass ich für ihn beten sollte, wenn ich ihn seit vier Jahren nicht mehr gesehen hatte? Schließlich dämmerte es mir, dass ich exakt richtig gebetet und dass Gott mich vorbereitet hatte. Ich war für ihn in der Fürbitte eingetreten, wie ich es niemals in meinem eigenen Verstand hätte tun können. Auf einmal kam mir eine Offenbarung und ich sagte ihm: „Ich kann dir sagen, was dein Problem ist.” Ich beendete seine eigene Geschichte für ihn und gab ihm anschließend die Lösung.

Du musst verstehen, dass das damals war, als ich mich noch in einer konfessionellen Gemeinde befand. Dieser Mann wusste nicht, was mit mir passiert war, und ich selbst war mir auch nicht sicher. Es erschreckte uns beide. Doch es war die Kraft Gottes, die sich manifestierte, und Er setzte sie übernatürlich ein. Das bedeutet: Wenn du in Zungen betest, dann betet dein Geist. Dein Geist ist wiedergeboren; er hat den Sinn Christi und weiß ganz genau, was zu tun ist. Er hat eine Salbung von Gott, sodass du alle Dinge wissen kannst und es in deinem Geist keine Begrenzung gibt. Wenn du in der Kraft und Offenbarung deines Geistes wandeln könntest, so würde das dein natürliches Leben völlig verändern. Eine Art, dorthin zu gelangen, wenngleich nicht die einzige, ist es, anzufangen, in Zungen zu sprechen. Anerkenne und glaube, dass, wenn du es tust, du dich in deinem heiligsten Glauben aufbaust, dass dein Geist die verborgene Weisheit Gottes betet und dass Offenbarung zustande kommt. Danach bete gemäß 1. Kor. 14,13, dass du es auslegen kannst. Das bedeutet nicht, dass du mit dem Zungenbeten aufhören musst, um in deiner Muttersprache die Auslegung zu beten; es bedeutet einfach, dass dein beim Zungengebet vorher fruchtleerer Verstand auf einmal fruchtbar, d.h. mit verständlichen Gedanken gefüllt wird.

Wenn du in einem Gottesdienst eine Botschaft in Zungen gibst, musst du aufhören und es in deiner Muttersprache auslegen. Aber wenn du für dich selbst betest, dann kannst du in Zungen weiterbeten und darauf vertrauen, dass Gott dir eine Offenbarung schenkt. Manchmal verändert sich dabei meine Einstellung. Ich habe dann zwar meistens kein besonderes Wort, aber auf einmal sehe ich Dinge klarer und bekomme eine andere Sicht. Es kann eine Woche dauern, bis ich die volle Offenbarung erhalte, aber ich glaube, dass die Zeit, die ich mit Zungenreden und dem gleichzeitigen Vertrauen verbringe, dass ich es auslegen werde, eine wichtige Rolle dabei spielt.

Das Zungenreden ist aus vielerlei Gründen wichtig, und sicherlich zu mehr dienlich, als zu beweisen, dass du den Heiligen Geist empfangen hast. Es sollte ein Teil des täglichen Lebens sein. Es ist eine Möglichkeit, direkt von deinem Herzen mit dem Vater zu kommunizieren, während du die Zensur deines Gehirns mit seinen Zweifeln und Ängsten umgehst. Du baust dich dabei auf in deinem heiligsten Glauben und setzt dadurch die verborgene Weisheit Gottes frei. Ich bete, dass alle, die dies lesen, darin fließen werden, dass es ihnen möglich ist, ihren Glauben freizusetzen und die maximalen Vorzüge des Zungenredens zu erlangen.

Jüngerschaftsfragen

  1. Lies Judas 20. Welch großen Nutzen bringt das Beten im Heiligen Geist?
  2. Lies Apg. 2,4. Wie viele wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt?
  3. Lies Apg. 2,4. Was taten sie als Konsequenz dessen, dass sie erfüllt worden waren?
  4. Lies 1. Kor. 14,14. Welcher Teil von dir betet, wenn du in einer dir unbekannten Sprache betest?
  5. Lies 1. Kor. 14,2. Mit wem spricht jemand, der in einer ihm unbekannten Sprache betet?
  6. Lies 1. Kor. 14,2. Verstehen Menschen das, was gesprochen wird, wenn jemand in einer unbekannten Sprache betet?
  7. Lies 1. Kor. 14,2. Was betet dein Geist, wenn du in einer dir unbekannten Sprache betest?
  8. Lies 1. Kor. 14,4. Was tust du, wenn du in Zungen betest?
  9. Lies 1. Kor. 14,16. Was tust du, wenn du in Zungen betest?

Bibelstellen zu den Fragen

Judas 1,20 – „Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf eurem heiligsten Glauben, betet im Heiligen Geist.”

Apg. 2,4 – „Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.”

1. Kor. 14,14 – „Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer.”

1. Kor. 14,2 – „Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse.”

1. Kor. 14,4 – „Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.”

1. Kor. 14,16 – „Denn wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst?”

    Antwortschlüssel

    1. Lies Judas 1,20. Welch großen Nutzen bringt das Beten im Heiligen Geist? Wann immer ich im Heiligen Geist bete, baue ich mich selbst auf.
    2. Lies Apg. 2,4. Wie viele wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt? Sie alle.
    3. Lies Apg. 2,4. Was taten sie als Konsequenz dessen, dass sie erfüllt worden waren? Sie sprachen in Zungen.
    4. Lies 1. Kor. 14,14. Welcher Teil von dir betet, wenn du in einer dir unbekannten Sprache betest? Mein Geist betet.
    5. Lies 1. Kor. 14,2. Mit wem spricht jemand, der in einer ihm unbekannten Sprache betet? Mit Gott.
    6. Lies 1. Kor. 14,2. Verstehen Menschen das, was gesprochen wird, wenn jemand in einer unbekannten Sprache betet? Nein.
    7. Lies 1. Kor. 14,2. Was betet dein Geist, wenn du in einer dir unbekannten Sprache betest? Geheimnisse.
    8. Lies 1. Kor. 14,4. Was tust du, wenn du in Zungen betest? Du baust dich selbst auf.
    9. Lies 1. Kor. 14,16. Was tust du, wenn du in Zungen betest? Du sprichst Segen und sagst Gott Dank.

    Jüngerschaftskurs -> Die Vorzüge des Zungenredens

    © 2008 Andrew Wommack und Don W. Krow